Trabant P601, BJ 1975    

Passo di Gavia - "Straßen verdächtig nahe dem Abgrund".

Seit Jahren kursiert unter Motorradfahrern die sagenumwobene Geschichte des Gaviapaßes: Es ist von einem in den Fels gesprengten unbefestigtem Pfad (hier von einer Straße zu sprechen, wäre Frevel!) die Rede, von schwindelerregenden Abgründen, von Straßen, die an diesen steil abfallend mit kaum (Holzbretter!) gesicherten Kehren entlang führen, etc. Nun, ich mußte der Sache auf den Grund gehen, sah mir das Ganze an, und kann nur sagen: Mittlerweile ist die Straße durchgehend asphaltiert.

Sonst blieb alles beim alten, darf so gut wie jeder Schauergeschichte vom Gaviapaß ruhigen Gewissens glauben geschenkt werden. Ach ja, das hab ich fast vergessen: Sagenhaft tolle Landschaft! Daher: Eine großartige Strecke, in einmaliger landschaftlicher Umgebung, die wegen ihrer Länge, der Abgeschiedenheit und der Höhenlage (Achtung, ihr 4-Zylinder!) zu den anspruchsvollsten im wahrscheinlich gesamten Alpenraum zählt. Der Vollständigkeit halber auf der Grafik auch eingezeichnet: Der Passo di Foscagno, der eine nette Kombinationsmöglichkeit mit dem Gavia darstellt. (Übernachtung in Bormio?).

(Plan folgt...)

Sonstige Hinweise:
Wintersperre des Gaviapasses vom 15.Okt bis 1.Juli, keine Maut. Länge Gaviapaß: 45 km, (Bormio-Ponte di Legno). Es sollte an dieser Stelle erwähnt sein, daß ich diese Strecke nur bei einwandfreien Witterungsverhältnissen ans Herz legen möchte. Ein eintretendes (Sommer-)Gewitter ist wohl das schlimmste, was einem dort oben passieren kann. (Schutzhaus auf der Paßhöhe) Empfohlene Fahrtrichtung: Eigentlich egal, im Zweifel von Nord nach Süd.

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